Handgeschmiedeter „Cross Peen“- Hammer
Dieser Hammer ist Schritt für Schritt in der Schmiede entstanden – vom rohen Stück C45-Stahl bis zum fertigen Werkzeug am Amboss.
Am Anfang steht das Hammerauge. Mit einem Schlitzlochmeißel von Hand ausgeschlagen, anschließend mit einem Hammerdorn auf die passende Stielgröße geöffnet – erst danach nimmt die eigentliche Form des Hammers Gestalt an.
Bei Bahn und Finne zählt eine ausgewogene Gewichtsverteilung. Beide Seiten arbeiten gleichwertig, damit der Hammer ruhig in der Hand liegt und die Kraft kontrolliert überträgt – spürbar bei jedem Schlag.
Vor der Härtung folgt das Normalisieren, um Spannungen aus dem Schmiedeprozess wieder herauszunehmen. Gehärtet wird lokal mit offener Flamme, abgeschreckt im Wasserbad. Beim Anlassen wird ein eigens angepasster Dorn mehrfach erhitzt und glühend ins Auge eingesetzt – so wandert die Wärme langsam von innen nach außen durch den Stahl. Das macht ihn zäher, gerade dort, wo Risse am ehesten entstehen könnten.
Der Cross Peen ist in Europa eine der verbreitetsten Hammerformen und für viele Schmiede eines der ersten Werkzeuge, das sie sich selbst anfertigen – ein Zusammenspiel aus Funktion, Erfahrung und persönlicher Handschrift.